BrightAuthor Classic vs. BrightAuthor:Connected

Mit dem Launch der BSN:Cloud und dem BrightAuthor Connected hat der Digital Signage – Experte BrightSign ein neues Authoring-Tool für die beliebten BrightSign Player auf den Markt gebracht. Wir haben die neue Software über einige Wochen im Detail getestet und die Vergleiche zum klassischen Bright-Author gezogen.

BrightAuthor Classic – Was hatten wir bisher?

Bisher stellte BrightSign mit dem BrightAuthor Classic eine Windows-Software bereit, die via BrightSign Network zum Digital Signage Cloud-Tool wurde. Der bisherige BrightAuthor ist und bleibt ein beliebtes Tool zur schnellen Erstellung interaktiver Präsentationen und wird von BrightSign weiterhin unterstützt. Das Produkt bewegt sich jedoch klar in die Richtung “End of Life” und soll langfristig durch die neue Software-Lösung abgelöst werden.

Der Bright Author:Connected

Der neue BrightAuthor ist ein komplett neues und eigenständiges Produkt, welches nicht als Update vom BrightAuthor Classic anzusehen ist. Die meisten Funktionen des Vorgängers wurden migriert und in die neue Oberfläche eingebaut. Im Zuge dieser Übernahme wurden ausserdem einige Bugs, mit denen wir beim klassischen BA zu kämpfen hatten, gleich vorweg repariert.

Vorteil 1: Plattformunabhängigkeit

Der neue BrightAuthor läuft im Vergleich zum alten neben Windows auch auf Mac und im Browser, was die Software komplett plattformunabhängig macht. BrightSign empfiehlt die Verwendung von Google Chrome für die Weboberfläche.

Vorteil 2: Drittanbieter API

Mit dem neuen BA:C ist die Unterstützung für Drittanbieter stark ausgebaut worden. So kann ein Player im BA:C direkt mit dem CMS-Setup von BrightSign Partnern konfiguriert werden. Läuft das CMS eines Partners auf dem Player, kann wahlweise dennoch der Dynamic Web Server von BrightSign verwendet werden, um den Status der Geräte abzufragen und Fehlermeldungen einzusehen. Das Setup eines Players kann jederzeit über die BSN:Cloud angepasst werden.

Vorteil 3: Massensetup & Setupvorlage

Mit dem neuen Bereich für Mass-Deployments können Vorlagen für die Konfiguration von Playern angelegt werden und anschliessend auf mehrere Player angewendet werden. Bei grossen Stückzahlen erspart dieses Feature einen grossen Teil der Setup-Arbeit.

Vorteil 4: Diagnostic Web Server und Content-Cloud

Im neuen BrightAuthor Connected ist der Diagnostic Webserver, welcher beim alten BA nur via lokales Netzwerk zugänglich war, auf der ganzen Welt via Cloud erreichbar. Somit können ohne zusätzliche Kosten die Player remote-konfiguriert werden. Das neue BrightSign Network nennt sich nun “Content-Cloud” und startet mit den gleichen Lizenzkosten wie sein Vorgänger. Somit bezahlt mann lediglich noch die Pflege von Inhalten und Präsentationen, die Konfiguration und das Remote-Setup sind bei den Playern inklusive.

Gibt es nur Vorteile?

Natürlich möchten wir im Rahmen unseres Tests auch offen auf einige Nachteile aufmerksam machen, bei denen BrightSign aus unserer Sicht noch Verbesserungspotenzial hat:

Nachteil 1: Bis jetzt keine Migrationsmöglichkeit

Bei einem Wechsel auf den BrightAuthor Connected fällt eines besonders auf: Bestehende BrightSign Network Kunden haben keine Möglichkeit, ihre bisherigen Präsentationen auf das neue System zu migrieren. Das bedeutet, dass jede Präsentation bei einem Wechsel von Grund auf neu aufgebaut werden muss. Dies ist aus unserer Sicht eine Schwäche des neuen BA:Connected und erhöht die Einstiegs-Barriere für bestehende Kunden.

Nachteil 2: Fehlende Features

Einige Funktionen des bestehenden BrightAuthor Classics haben es leider noch nicht in die neue Software geschafft. So müssen Nutzer des neuen BA:Connected auf Funktionen wie zum Beispiel “Bright Wall”, “Twitter Feed” oder “Mosaic Mode” verzichten. BrightSign hat jedoch bereits angekündigt, dass die fehlenden Features noch nachgereicht werden und ebenfalls demnächst in der neuen Software zu finden sind. In der Zwischenzeit lässt sich auf dem Post “BrightAuthor:connected Unsupported Features” nachlesen, was aktuell noch nicht unterstützt wird.

Fazit: Grosses Potenzial trotz Eintrittshürden

Wir sehen im neuen BrightAuthor:Connected trotz einigen kleinen Verbesserungsmöglichkeiten grosses Potenzial. Die Usability und die Integration des Authorings in die Cloud sind aus unserer Sicht grosse Verbesserungen gegenüber dem bisherigen BrightAuthor und verbessern die User-Experience enorm. An den Eintrittshürden sowie den fehlenden Features muss klar noch nachgebessert werden. Sobald BrightSign hier die Lücken noch schliesst, sehen wir jedoch eine verheissungsvolle Zukunft mit dem neuen BrightAuthor.

Mit der Drittanbieter-API öffnet BrightSign die Tore für neue CMS-Anbieter mit starker Software wie zum Beispiel Intuiface, was BrightSign zu einem spannenden Hardware-Lieferanten für unzählige Use-Cases macht. Auch der neue Diagnostic Server, der sich mit Drittanbietern koppeln lässt, macht die BrightSign Player zu einer zuverlässigen und offenen Hardware-Plattform, die auch in Konkurrenz mit den eher umständlichen Windows-Playern treten kann.

Falls Sie Fragen zum neuen BrightAuthor oder Interesse an einer Schulung haben, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Wir werden demnächst einige Webinare veranstalten, in denen wir Ihnen den neuen BrightAuthor umfassend vorstellen und offene Fragen beantworten.